Jan 132016
 

mann_ueber_wort_arne_h_avatar_300„Ey, dein Blog is‘ tot! Du schreibst ja gar nix mehr! Ja, ja, alles anfangen, aber NIX zuende bringen!“

Und dann das Killer-Argument: „Und ich hab‘ gesehen, dass du anscheinend wieder rauchst! Aber dazu haste auch nix geschrieben! Gar nix! Feige Sau!“

Nun mal langsam mit den jungen Pferden und auch mit den alten Schlachtrössern.

Stimmt, der Blog war nun für einige Zeit mausetot. Aber so ist das mit dem Real Life und seinen Anforderungen. Band-Aktivitäten, ein Vollzeit-Job, oberflächliche amouröse Eskapaden ohne Nachhaltigkeit… aber auch Phasen der Bocklosigkeit und Wochen ohne Anflug von Inspiration, weil mein ständig mit irgendwas beschäftigtes Köpfchen teilweise hart an der Kapazitätsgrenze entlangschrammte. Was halt so passiert, wenn man gerade mal irgendwo unterwegs ist, um am Leben aktiv teilzunehmen, anstatt überlange Texte in den Rechner zu kloppen. So was kommt vor. Auch bei mir.

Was die Rauch-Problematik angeht: tja, den totalen Verzicht habe ich tatsächlich (noch) nicht erreicht. Ich habe mich aber wohl vom Kettenraucher zum reinen Gelegenheits- und Party-Raucher entwickelt, was zwar bei weitem nicht das Triumphgefühl auslöst, wie es die beabsichtigte Verwandlung zum totalen Nichtraucher wohl vermocht hätte, aber eben auch nicht so übel ist. Ich werde mein vorläufiges Fazit des Aufhör-Versuchs auf jeden Fall noch posten, aber es war mir einfach nicht möglich, dem ursprünglichen Plan zu folgen und so eine Art Tagebuch zu führen.

Schau’n mer mal nach vorne: in nächster Zeit wird es in Sachen Schreibdurchfälle wohl wieder ein wenig besser aussehen. Ohne das Maul zu voll zu nehmen, sehe ich in nahezu allen Themenbereichen neue Posts am mentalen Horizont. Was nicht nur, aber auch mit den in der bloglosen Phase stattgefundenen Aktivitäten zu tun hat. Und ja, ich meine damit durchaus nicht nur, aber eben auch die erwähnten (Selbstzitat) „oberflächlichen amourösen Eskapaden ohne Nachhaltigkeit“ (Selbstzitat Ende). „The Ballad Of Johnny Crock“ wurde als Blog-Kategorie ja nicht zuletzt zu dem Zweck geschaffen, der Tragik zwischenmenschlicher Dramen mit einer ordentlichen Prise bitterbösem Humor entgegenzuwirken. Es ist wohl langsam mal an der Zeit.

„Was ist denn mit dem Gaming-Blog?“

Ja, ja, im Jahresend-Urlaub habe ich mir frecherweise nach einer gefühlten Ewigkeit auch mal wieder Zeit für ein Hobby genommen, das zwar weniger unter „am Leben teilgenommen“ verbucht werden kann, dafür aber nach wie vor Spaß macht. Meistens. Da hat sich einiges angestaut, das per Schreibdurchfall entsorgt werden müsste. Warum ich in letzter Zeit halb-ernsthaft über die Anschaffung eines Schäferhundes nachdenke, warum ich momentan überall, wo ich gehe und stehe, den unwiderstehlichen Drang fühle, jede Konservendose, jede Waschmittelpackung und jeden Tischventilator einzusammeln, und warum ein „Replay“ dreier persönlicher Klassiker mich zu der Erkenntnis brachte, dass mich eine Atemmaske und ein stark an Geflügel erinnerndes Fahrgestell bei Frauen gar nicht stören, wenn der Charakter stimmt, wird es bald zu lesen geben.

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Wenn ich zocke, bringt das immer wieder interessante Erkenntnisse über mich selbst hervor. Man kann z.B. aus einem Katzen-Typ wie mir (zumindest vorübergehend) doch einen fanatischen Hunde-Verteidiger machen.

„Und, meine Fresse, wo bleibt der Metal-Blog?!?“

Der eigentliche Stein des Schreibdurchfall-Anstoßes ist mitnichten tot. Gerade durch die jüngsten eigenen Band-Aktivitäten mit Green Ink Machine haben sich einige ursprünglich für „Schwermetall ist das Gesetz“ geplante Themen wieder in mein Bewusstsein gestohlen. Zudem bin ich am 04.02.2016 beim Slipknot-Konzert im Düsseldorfer ISS Dome dabei, was mich endlich zu einem weiteren lange geplanten Beitrag treiben wird, und ich habe meine Musiksammlung einer kritischen Analyse unter schwermetallischen Gesichtspunkten unterzogen, was als Inspirationsquelle für neue Blogposts auch nicht gerade ungeeignet war. Da kommt also was.

„Wird es noch mal ein TV-Experiment geben, oder befürchtest du bei Wiederholung irreparable Schäden?“

Da sind wir beim heißesten Thema. Verdammte Axt, RTL. Das gibt’s doch nicht. Da laden die tatsächlich ausgerechnet den weit über die Grenzen des Bergischen Landes hinaus bekannten Trainer des FC Re(h)mscheid zum diesjährigen Krokodilklöten-Futtern und Kakerlaken-Baden nach Australien ein. Perfider geht’s ja wohl kaum! Ihr WOLLT doch, dass ich wieder kostbare Lebenszeit abzapfe, um minutiöse Protokolle von Thorsten Legats Weg zum Dschungelkönig anzufertigen, so wie damals von der Bätschelohrette und dem Verklemmten-Pörnchen – oder, RTL??? Ihr wisst ganz genau, dass ich als guter Remscheider UND Fußballfanatiker mit Faible für Kuriositäten – und mit festem Glauben daran, dass der FC Remscheid mit Thorsten Legat den richtigen Trainer hat, um den Klassenerhalt zu schaffen – wieder schwächeln und meine Prinzipien zumindest beugen werde.

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„So wie ich mich einschätze, kann ich für alle im Camp ein Vorbild sein.“ – Thorsten L., derzeit im Aktivurlaub in A., arbeitet sonst in R.

Na schön, Radio Television Luxemburg. Machen wir einen Kompromiss. Ich werde meinen Instinkten (ich bin schließlich Instinktschreiber!) nachgeben und tatsächlich etwas zu diesem Thema schreiben. Bevor ich es heimlich gucke und es für den Rest meines Lebens verschweigen muss, mache ich es lieber so. Aber: kein Protokoll diesmal. Oh nein. Mir schwebt ein anderer Stil vor, in dem ich das Schauspiel mit dem Instinkttrainer in der Hauptrolle abhandeln werde.  Für Thorsten Legat gibt es schließlich (auch dann, wenn er in Australien einer bezahlten Nebentätigkeit nachgeht) laut eigener Aussage nur „Fußball, Fußball, Fußball“. Dem will und werde ich natürlich Tribut zollen. Ich tue das nicht für euch, RTL. Sondern aus Verbundenheit zu Remscheid. Und aus Sympathie für Thorsten Legat. Nur um das klarzustellen.

Okay, am Wochenende geht’s dann wohl los… man liest sich. 😉

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