Sep 082015
 

mann_ueber_wort_metal_iconEs ist soweit, die „Kleine Schwermetall-Kunde“ heißt nun „Schwermetall ist das Gesetz“ und ist zum ausgewachsenen Blog geworden. Okay, zu einem Blog im Wachstum. Aber immerhin. 😉

Diese Blog-Kategorie ist der ursprüngliche Grund dafür, dass ich nach gefühlt 120 Jahren mal wieder privaten Webspace gepachtet habe.

Begonnen hat das Ganze eigentlich als augenzwinkernde Aufforderung zum musikideologischen Schlagabtausch zwischen Metalhead (meiner Wenigkeit) und Punk (meinem geschätzten Kollegen Duckie Dale) auf Fratzenbuch. Es stellte sich aber recht schnell heraus, dass die „Kleine Schwermetall-Kunde“ sich in eine andere Richtung entwickelte als ursprünglich geplant. Die Mischung zwischen häppchenweiser Weiterbildung für Metal-Unkundige und sehr persönlichen Einblicken in mein Verhältnis zu dieser ganz speziellen Musikrichtung führte zu immer heftigeren Schreibdurchfällen, was schließlich darin gipfelte, dass mich mehrere Leser ermutigten, das Ganze zu einem Blog zu machen. Gesagt, getan. Hier isser.

Und wieso „Schwermetall ist das Gesetz“? Für Nicht-Kenner: der Titel hat seinen Ursprung in der uralten Helloween-Nummer „Heavy Metal Is The Law“. Auch wenn man den Song von 1986 aus heutiger Sicht wohl eher mit einem fast schon väterlichen Lächeln im Gesicht als drollig-naives Ergebenheitsbekenntnis einer seinerzeit noch sehr jungen Band zu einer musikalischen Stilrichtung ansieht – Metal-Fans gelten zurecht als enorm loyal „ihrer“ Musik gegenüber. Once a metalhead, always a metalhead.

Ich selbst bin wohl ein lebender Beweis dafür. Alle Hoffnungen z.B. meiner ehemals Erziehungsberechtigten, die Sache mit diesem pöhsen, pöhsen, suspekten Lärm sei „nur so ’ne Phase“, darf man nach nunmehr drei Jahrzehnten meiner ungebrochenen Leidenschaft für verzerrte Gitarren wohl getrost als gescheitert bezeichnen.

mann_ueber_wort_schwermetall_iron_maiden_first_timeUnd damit erschien der Titel des Helloween-Klassikers als gar nicht so unpassend für diesen Blog – die bewusst übertrieben wörtliche Übersetzung deutet schon an, dass es auch nach der Transformation von Fratzenbuch-Postings zum Blog nicht ohne Augenzwinkern zugeht. Wäre ja wohl auch noch schöner. 😉

Nicht wenige Leute, die mich persönlich kennen, fragen sich, warum ich ausgerechnet jetzt anfange, über Metal zu bloggen, wo doch „die ganz krassen Zeiten“ angeblich „lang vorbei“ wären. Dazu eine klare Antwort: obwohl ich in Sachen Gitarrenmusik inzwischen einen deutlich breiter gefächerten Geschmack habe, als man mir in der Vergangenheit jemals zugetraut hätte – was meine Tätigkeit bei Green Ink Machine wohl auch unterstreicht – werde ich nie, nie, niemals meine Wurzeln verleugnen. Denn obwohl auch Punkrock, Rock, Alternative und andere unmetallische Stilrichtungen inzwischen ihren festen Platz in meinen Gehörgängen und meinem eigenen gesanglichen Alltag haben… Metal ist einfach Teil meiner DNA. Und wird es auch bleiben. Und das hat Gründe.

In „Schwermetall ist das Gesetz“ werde ich versuchen, diese Gründe zu verdeutlichen und das Phänomen Metal in all seinen Schattierungen für diejenigen unter uns transparenter zu machen, die nach wie vor ahnungs- und orientierungslos durch ein möglicherweise gänzlich metallfreies Leben stolpern. Mal mit dem schon erwähnten Augenzwinkern, mal ohne. Wenn ich auf diese Art und Weise mit diversen Vorurteilen gegenüber dem Metal ein wenig aufräumen könnte, wäre mir das sehr recht. Trotzdem soll die Devise keinesfalls Friede, Freude, Eierkuchen sein (was angesichts der Thematik ja irgendwie auch ein wenig befremdlich wäre): auch die zweifellos vorhandenen Schattenseiten und Kontroversen, die es rund um diese Musik gab und gibt, sollen nicht unter den Tisch fallen.

Im nächsten Post („Metal: mehr als EIN Stil!“) fangen wir mal ganz klein und bescheiden mit absoluten Grundlagen an.

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